Nach fast 5 Wochen auf unserer Moulin Rouge sind wir in Göteborg angekommen. Die erste Etappe überquerten wir die Ostsee von Rügen an die schwedische Südküste mit einem kurzen Stop auf Bornholm. Bei tollem Segelwind und bestem Wetter war die Überfahrt sehr entspannt. In der südlichsten Schärenregion der Blekinge waren wir zum ersten mal fasziniert von der Schärenlandschaft. Nördlich der schönen Stadt Kalmar tauchten wir in östlichen Schären ein. Eine Traumlandschaft mit Bildern die ich nie vergessen werde. Die Navigation war sehr anspruchsvoll und das festmachen an den Felsen mit Schärennägel war sehr spannend. Nach einer Woche Schären bogen wir in den Götakanal ein. 190sm und über 50 Schleusen mit einem Höhenunterschied von über 90m hatten wir vor uns. Ein tolles Erlebnis mit dem Boot durch tolle Landschaften mitten durch Schweden zu fahren. Auf der halben Strecke am Vännernsee hat un s die Crew verlassen und unsere Kinder und Enkel kamen mit dem Wohnmobil. An einem wunderschönen kleinen Hafen mitten in der Natur genossen wir die Zeit mit der Familie. Wanderungen, Heidelbeeren pflücken, Kajakfahren, morgens gemeinsames Frühstück und abends grillen. Und dann Warren Herta und ich eine Woche alleine auf dem Boot. Zum Glück mussten wir nur noch abwärts schleusen, was deutlich einfacher ist. Inzwischen sind wir Schleusenprofis. Am Ende des Götakanals kommt der Vänernsee. 10x so groß wie der Bodensee – ein kleines Meer und sehr beeindruckend. Das schöne Wetter hatte nur erst mal Pause und wir mussten zum ersten Mal das Ölzeug auspacken. Der Trollhättenkanel vom Vänernsee nach Göteborg ist dann auch nicht so spannend und mit einem Mix aus Regen und Sonnenschein sind wir nun in Göteborg. Berta fliegt dann nach Hause und die letzen Crew mit Peter, Tina und Bernhard kommt an Bord. Die letzte Etappe zurück an die deutsche Ostseeküste mit Stop in Kopenhagen wird sicherlich auch noch spannend.
